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📺 Episodenbesprechung 28.07.2026 · 1 Std. 3 Min.

Strange New Worlds S04E01 – „Valles Marineris“: Die Besprechung

Unsere Bewertung
Timo 8/10 ★★★★★★★★☆☆Basti 8/10 ★★★★★★★★☆☆Marcel 8/10 ★★★★★★★★☆☆

Basti, Marcel und ich besprechen den Staffelauftakt von Strange New Worlds, „Valles Marineris“, ausgestrahlt am 23. Juli 2026 auf Paramount+. Regie führte Chris Fisher, das Drehbuch stammt von Star-Trek-Veteran Henry Alonso Myers, gedreht wurde wie gewohnt in den CBS-Studios in Kanada, zwischen März und August 2025. Ab hier wird schonungslos gespoilert.

Die Folge eröffnet mit einem kleinen Fake-out: Pike, La'An und M'Benga reiten zu Pferd über einen staubigen Wüstenplaneten, zurück an Bord wartet Spock schon sehnsüchtig, allerdings auf La'An, nicht auf seinen Captain. Nach einem kurzen Zwischenstopp bei Admiral April, der Pike eine Beförderung zum Commodore nahelegt, nimmt die eigentliche Mission Fahrt auf: Die Enterprise soll aus sicherer Entfernung einen interstellaren Sturm der Kategorie 10 beobachten, reine Routine, bis aus dessen Innerem ein Notsignal auftaucht. Das Intro läuft übrigens erst nach satten 16 Minuten, ungewöhnlich spät für die Serie.

Das Außenteam, Una, La'An und Ortegas, findet auf dem fremden Planeten ein Wrack, tote Außerirdische und, mitten im Gebüsch, einen ausgewachsenen T-Rex, den Una kurzerhand mit dem Betäubungsstrahl direkt ins Maul zur Ruhe bringt. Auf der Enterprise wird das Schiff derweil von einem fremden Kriegsschiff unter Kommandantin Kassel als Kriegsbeute geentert. Die große Wendung der Folge: Spock berechnet die Position neu, und es stellt sich heraus, dass die Crew sich nicht nur räumlich, sondern auch zeitlich verirrt hat, 65 Millionen Jahre in der Vergangenheit, mitten im eigenen Sonnensystem. Kassels Volk sind die Marsianer, der Planet des Außenteams ist die Erde.

Aus dem Ausflug wird schnell ein handfestes ethisches Dilemma: Um ihren im Krieg havarierten Heimatplaneten zu retten, will Kassel eine Antimaterie-Ladung auf den Nachbarplaneten der verfeindeten Doldrem schießen. Pike lässt sie gewähren, als er merkt, dass es diesen Planeten in der eigentlichen Zeitlinie gar nicht geben dürfte, verhindert damit zwar ein mögliches Zeitparadoxon, nimmt aber wissentlich einen Genozid in Kauf. Die Druckwelle katapultiert die Enterprise zurück in die Gegenwart, ein Bruchstück des zerstörten Planeten wird zum Einschlag, der später die Dinosaurier auslöscht, der Rest der Marsianer-DNA verteilt sich, wie am Ende angedeutet wird, über zahllose Spezies der Galaxie. Nebenbei zeigt die Folge den ersten sichtbaren Ausbruch von La'Ans Khan-Noonien-Singh-Genen, ein Handlungsfaden, der die Staffel offenbar weiter begleiten wird.

In der Bewertung sind sich Marcel und ich mit jeweils 8 von 10 Punkten einig: viel Tempo, ein waschechtes Star-Trek-Dilemma und ein liebevoll gebauter animatronischer T-Rex statt reinem CGI. Kritischer sieht es Basti, dem vor allem die Auflösung zu dünn bleibt: zu wenige Raumschiffe für einen interplanetaren Krieg, keine erkennbaren Konsequenzen für Pikes Entscheidung, und ein Zusammenhang zwischen dem Sturm und der späteren Zeitreise, den die Folge nie wirklich erklärt.

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