In Memoriam: Patrick Stewart & Walter Koenig – Zwei Legenden gehen von Bord
Eigentlich sollte es im Briefing um schöne Themen gehen. Dann sind in einer Woche zwei große Star-Trek-Schauspieler gestorben: Walter Koenig am 25. Oktober mit 90 Jahren, Sir Patrick Stewart am 28. Oktober mit 86. Timo hat Basti und Marcel dazugeholt, für eine leisere Folge ohne das übliche Intro. Die drei erzählen, wo sie die Nachrichten erreicht haben und was sie mit den beiden verbindet. Dazwischen spielt Timo Originalaufnahmen von Stewart ein, unter anderem aus William Shatners Dokumentarfilm "The Captains". Bewertet wird diesmal nichts.
Den Anfang macht Walter Koenig. Live gesehen hat ihn keiner der drei. Seinen ersten gedrehten Auftritt als Pavel Chekov hatte er in "Das Spukschloss im Weltall", über die Folge sprachen Timo und Marcel erst eine Woche vorher im Halloween-Special. Später spielte er in Babylon 5 den Telepathen Bester, und bei Fanfilmen machte er gern mit. Mit seinem Tod sind von der Originalcrew nur noch William Shatner und George Takei übrig. Dann geht es um Patrick Stewart. Basti erzählt aus Stewarts Autobiografie von der Kindheit in Mirfield in Yorkshire, von Armut und einem gewalttätigen Vater, und von dem Englischlehrer, der dem Zwölfjährigen Shakespeare in die Hand drückte. Aus demselben Buch stammt die Geschichte zu "Dune": David Lynch hatte Stewart auf der Bühne als Heinrich IV. gesehen, mit Perücke und schwerem Make-up, und war sichtlich irritiert, als ein glatzköpfiger Mann am Set stand. Zu Star Trek kam Stewart gegen Gene Roddenberrys ursprünglichen Willen, und in der ersten Staffel hielt er dem Cast eine Rede, sie seien nicht zum Spaßhaben da. Damit zogen ihn die anderen noch jahrelang auf. Seine Lieblingsfolge war "Das zweite Leben", weil sein Sohn Daniel darin Picards Sohn spielt. Danach sprechen die drei über Professor X in den X-Men-Filmen und "Logan" und über "Avengers: Doomsday", der am 18. Dezember als sein letzter Film ins Kino kommt. Eine Wiederbelebung per KI wollen alle drei nicht sehen. Dazu kommen Privates wie seine zwei Scheidungen, die er bereute, seine Frau Sunny Ozell, die in der zweiten Staffel von Picard als Jazzsängerin auftaucht, und die Pitbull-Hündin Ginger, die seine Meinung über die Rasse komplett änderte. Basti stellt außerdem Stewarts schrägste Rolle vor, den CIA-Chef Avery Bullock in "American Dad".
Zum Schluss wird es persönlich. Für Marcel war Picard eine Art Vaterfigur, nach der Todesnachricht hat er sich "Mission Farpoint" noch einmal angesehen. Basti hatte mit Janeway zwar einen anderen ersten Captain, aber Picards feste Prinzipien haben ihn trotzdem geprägt. Timo erinnert Stewart an seinen eigenen Vater, er hat danach "Star Trek: Treffen der Generationen" angefangen. Die Anteilnahme im Netz war riesig, Timos eigener Instagram-Beitrag kam auf rund 200.000 Aufrufe. Bei der FedCon im nächsten Jahr, wenn der TNG-Cast zusammenkommt, rechnen die drei fest mit einem Moment für beide. Das letzte Wort hat Stewart selbst: Wenn alles heute Abend enden würde, sagt er in einer Aufnahme, bliebe er vor allem als Captain Picard in Erinnerung. Und damit sei er völlig einverstanden.
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